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Kochen mit Köpfchen
Veröffentlicht von Silke Hölzer in Energiespartipps in der Küche • 29.11.2011 11:15:07
Mit unseren 10 Energiespartipps schonen Sie Ihren Geldbeutel und Ressourcen für nachfolgende Generationen!

Kennen Sie eigentlich den Wert einer Kalorie? Eine Kalorie wird benötigt, um
1 Gramm Wasser um 1° C zu erwärmen!
Angenommen, Sie verbräuchten tatsächlich die auf jeder Lebensmittelverpackung angegebenen 2.000 kcal pro Tag - wie viel Wasser könnten Sie damit erwärmen - und gelingt Ihnen das?

Logisch ist daher Energiespartipp Nr.1:
So wenig Wasser wie möglich zum Kochen verwenden!
- Pellkartoffeln beispielsweise werden auch gar, wenn sie nur halb mit Wasser bedeckt sind. Das gilt auch für Eier.
- jegliches Gemüse nur dünsten. Es ist völlig ausreichend, wenn der Boden des Topfes 1-2 cm mit Wasser bedeckt ist. Das schont zusätzlich Nährstoffe.
- Wer sich nur eine Tasse Tee kocht, braucht den Wasserkocher nur bis zum Minimum aufzufüllen.
- Um Kuvertüre zu schmelzen brauchen Sie kein Wasserbad. Stellen Sie die Herdplatte dazu sehr gering ein (maximal auf 2) und rühren Sie regelmäßig um. So kristallisiert der Zucker nicht und es gibt keine Klümpchen.
Übrigens: Gemüse kann man wunderbar schnell in der Pfanne anbraten!

Energiespartipp Nr.2:
Vermeiden Sie unnötige Energieaufwände!
- Vorheizen ist bei Gas- oder Umluftöfen absolut sinnlos. Backöfen mit Ober- und Unterhitze können Sie kurz vorheizen (max. 5 Min.).
- kochen Sie mit geschlossenem Deckel und drehen Sie die Platte aus, sobald das Wasser kocht.
- Nudeln sollen laut Packungsanleitung im offenen Topf sprudelnd kochen. Lassen Sie die Nudeln nur leicht kochen (sprudelndes kochen ist überflüssig). Und wenn Sie direkt Soße oder Pesto über die Nudeln geben, können Sie sie auch mit geschlossenem Deckel kochen, weil sie dann nicht kleben.
- lassen Sie den Ofen geschlossen während des Backvorganges. Häufig schaut man viel zu oft nach (das ist ohnehin durch die Glasscheibe möglich) und man piekt viel zu häufig in den Kuchen.
- Wählen Sie den Deckel passend zur Topfgröße.

Energiespartipp Nr. 3:
Nutzen Sie die Produkt - und Resthitze!
- Milchreis, Pellkartoffeln und Kartoffeln brauchen nur kurz aufzukochen und garen dann bei ausgeschalteter Herdplatte oder sogar im Bett (den Topf in ein Geschirrhandtuch und eine Wolldecke einwickeln).
- Fisch kann man zum Beispiel auf gegartes Gemüse legen und den Deckel des Topfes schließen. Nach 15-20 Minuten (je nach Größe des Fischfilets) ist der Fisch gar.
- Beim Backen im Ofen können Sie beruhigt 5-10 Minuten vor Ende der Backzeit die Hitze ausschalten.

Energiespartipp Nr.4:
Entkalken Sie Wasserkocher, Kaffeemaschinen, etc. regelmäßig. Das spart Energie, schont den Geldbeutel und das Gerät hält länger.

Energiespartipp Nr. 5:
Wählen Sie die Herdplatte passend zur Topfgröße! Sonst brennt das Gargut (bei zu kleiner Platte) an oder es geht unnötig Energie verloren.

Energiespartipp Nr. 6:
Wählen Sie hochwertige Töpfe und Pfannen!
Im ersten Augenblick erscheint die höhere Geldausgabe paradox im Zusammenhang mit sparen. Aber nur wer Töpfe mit dickem, planem Boden verwendet, kann die aufgebrachte Energie effizient einsetzen. Was sind 10,- EUR mehr für den Topf, wenn Sie über Jahre hunderte von Euro sparen?!
Bei Töpfen mit Glasdeckel können Sie sehen, wann das Wasser wie stark kocht und brauchen so den Deckel nicht anzuheben.

Eneriespartipp Nr. 7:
Wählen Sie bewusst bei der Kücheneinrichtung!
Planen Sie beispielsweise die Neuanschaffung eines Herdes, dann wählen Sie idealerweise (wenn möglich) einen Gasherd. Das hat gleich zwei Vorteile: Sie haben eine visuelle Kontrolle und ist die Flamme aus, ist auch keine Resthitze mehr vorhanden.
Das nächst effiziente ist der Induktionsherd. das ist auch gleich ein Vorteil für Familien mit Kindern. Mittlerweile können nahezu alle Kochgeschirre auf Induktionsherden genutzt werden. Schauen Sie beim Kauf unter den Topfboden oder lassen Sie sich beraten.
Bei herkömmlichen Elektroherden wählen Sie ein Ceranfeld und einen Herd der Energieeffizienzklasse A.

Energiespartipp Nr. 8
Sparen Sie Wasser auch beim Abspülen!
- Vorspülen, wenn Sie einen Geschirrspüler haben ist überflüssig.
- Waschen Sie nie unter fließendem Wasser ab.
- Waschen Sie Gemüse nacheinader in stehendem Wasser (das schont gleichzeitig Nährstoffe)

Energiespartipp Nr. 9:
Bereiten Sie gezielt vor!
Denn es ist unnötig, dass das Wasser beispielsweise minutenlang sprudelnd kocht bevor Sie das Gemüse reingeben. Das spart auch die eigene Energie!!!

Energiespartipp Nr. 10
Nutzen Sie die vielen Möglichkeiten der kalten Küche!
Vorschläge dazu finden Sie bei unseren Rezepten, z.B. eine erfrischende Gazpacho. Wenn Sie dabei dann, den Pürierstab oder Mixer auch nur kurz verwenden, bis alles zerkleinert ist und nicht unnötig laufen lassen, sind Sie perfekt im Energie- und Ressourcen sparen!

Noch ein kurzer Hinweis: geben Sie Salz erst kurz vor dem Kochpunkt ins Wasser. Dann kocht das Wasser schneller. Eine Erklärung hierfür ist etwas physikalische Chemie. Für Laien bedeutet es, dass im umgekehrten Sinne das Gleiche passiert, als streuten wir im Winter Salz.